Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF)

Fahrerlaubnisinhaber die sich noch in der Probezeit befinden und bei einen A- Verstoß oder zwei B-Verstöße erwischt wurden, dessen Probezeit verlängert sich von zwei auf vier Jahre.

Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet in diesem Fall ein Aufbauseminar an, welches in einer dafür zugelassenen Fahrschule stattfindet. Die Teilnahme ist Pflicht.

Eine Nichtteilnahme führt zum Entzug der Fahrerlaubnis (§ 2a Abs. 3 StVG).

Da es allerdings speziell auf Führerscheinneulinge mit geringer Erfahrung ausgerichtet ist, geht es hier insbesondere darum, das Risikobewusstsein zu fördern und die Gefahrerkennung zu verbessern.

Wer muss ein Aufbauseminar für Fahranfänger machen?

Ist ein Fahranfänger während der Probezeit auffällig geworden und hat ein A- Verstoß oder zwei B- Verstöße begangen muss er ein Aufbauseminar besuchen.

In Betracht kommen nur Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Bußgeld von mindestens 60,00€ geahndet wurden.

Als A- Verstöße (schwere Verstöße) gelten:

Als B- Verstöße (leichtere Verstöße) gelten:

ASF – Seminarablauf

Der Seminarablauf besteht aus 4 Sitzungen á 135 Minuten. Zwischen der ersten und zweiten Sitzung wird eine Beobachtungsfahrt durchgeführt.

Fahrprobe:

Bei der Fahrt ist das Fahrzeug der Klasse zu führen, mit dem die Verkehrszuwiderhandlungen begangen worden sind, die zur Anordnung der Teilnahme an dem Aufbauseminar geführt haben.

Wer bietet das Aufbauseminar an?

Die Aufbauseminare dürfen nur von Fahrlehrern durchgeführt werden, die Inhaber einer entsprechenden Erlaubnis nach dem Fahrlehrergesetz sind. Besondere Aufbauseminare für Inhaber einer Fahrerlaubnis auf Probe, die unter dem Einfluss von Alkohol oder anderer berauschender Mittel am Verkehr teilgenommen haben, werden nach näherer Bestimmung durch Rechtsverordnung gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe n von hierfür amtlich anerkannten anderen Seminarleitern durchgeführt (§ 2b Abs. 2 StVG).

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